115 kg – Klasse in England abgeschafft.

Schon lange wurde darüber geredet, jetzt ist es Wirklichkeit: England hat sich von der Idee verabschiedet, die SSDR – Klasse (Single Seat DeRegulated) über maximales Leergewicht (115 kg) und  geringe Flächenbelastung (max 10 kg Leergewicht pro qm Fläche) zu definieren.

Neue SSDR – Regelung in UK

Ab heute gelten in England alle Flieger als SSDR , die einsitzig sind, ein maximales Abfluggewicht von 300 kg nicht überschreiten (315 kg mit Rettung) und eine Vmim von maximal 65 km/h einhalten. Die neue “deregulierte” Klasse in UK ist also technisch deckungsgleich mit den zulassungspflichtigen Einsitzern in Deutschland, kann dort aber nun in völliger Eigenverantwortung von Herstellern, Haltern und Piloten betrieben werden. Allerdings muss der Pilot – wie bei den bisherigen SSDR auch – eine Lizenz mit gültigem Medical besitzen, das der Hausarzt wie z.B. auch bei LKW-Fahreren ausstellt.

Eine auch nur annähernd vergleichbare  Definition für deregulierte Einsitzer ist in den europäischen Ländern also nach wie vor nicht in Sicht. Franzosen und Italiener verstehen schon die Fragestellung / Bezeichnung überhaupt nicht, da in der Praxis alle UL, also auch die Zweisitzer, “dereguliert” und ohne zu erneuernde Medical-Nachweise betrieben werden können. Die Deutschen kommen – bislang – nur in 120er-Klasse  ganz ohne Medical-Nachweis aus, im Gegenzug müssen Performance-Beschränkungen in Kauf genommen werden.

120 kg Flugschule für “Fußgänger”!

Es gibt bislang sehr wenige mustergeprüfte oder über den Europa-Weg zugelassene 120 kg – Flieger. So ein Gerät brauchen aber die Flugschulen für die zweite Ausbildungsphase zur LL-Lizenz. Sven Mörgenthaler hat in der neuen Rubrik “120 kg -Talk” eher beiläufig eine von vielen “Fußgängern” herbeigesehnte Information geliefert:

In der UL – Flugschule Schwaben von Hermann Kümmerte in 74912 Kirchardt, Gewerbestr. 11, hat er in diesem Jahr die Lizenz für motorisierte LL-Dreiachser erworben”. Kontakt: Hermann Kümmerle, Tel. 07266 -2700, Mobil 0171 3676055     hermann-kuemmerle@web.de

Die erste Schulungsphase mit Fluglehrer und die ersten Solos werden dort auf einer C22 durchgeführt. Die folgenden Alleinflüge erfolgen dann auf einem Uli NG, welcher der Flugschule vom Besitzer für die Schulung zur Verfügung gestellt wird.

Der Übergang von einem Klassiker wie der C22 auf einen leichtes LL-Flieger bedeutet nur eine geringe Umgewöhnung und daher besonders sicher. Wer für die erste Phase von der Flugschule z. B. in einen schnittigen Tiefdecker gesteckt würde (weil nun mal vorhanden), müsste beim Übergang auf ein LL ein erheblich erhöhtes Risiko in Kauf nehmen.

Als 26-jähriger, der sich als “Fußgänger” direkt für die “kleine” Lizenz entschieden hat, ist Sven ein gutes Beispiel für die Zielgruppe, die es mit kleinen, preiswerten Fliegern wieder neu zu gewinnen gilt: Junge Menschen, die unkompliziert und günstig in die Luft kommen und ganz einfach Spaß am Fliegen haben wollen. Genau so, wie andere Spaß an einem Motorrad oder an einem kleinen Segelboot haben.

Aufruf:

Jede andere Flugschule, die auch schon “Fußgänger” für LL Motor-Dreiachser ausbildet, wird hier selbstverständlich ebenfalls veröffentlicht. Bitte melden!

Neue Rubrik: 120 kg – Talk

Da immer mal wieder e-mails von Lesern eintreffen mit Fragen oder Informationen, die auch andere LLer interessieren könnten, gibt es jetzt die neue Rubrik “120 kg – Talk”.

Anonyme Beiträge werden nicht freigeschaltet, und Themen ohne Bezug auf die 120 kg – Klasse sind natürlich fehl am Platz. Das bedeutet ganz bewusst eine starke Eingrenzung der Menge an Autoren und Beiträge. Im Gegenzug darf man auf eine Steigerung der Qualität und des Informationswertes setzen.

Und wenn es nur einen einzigen Beitrag pro Quartal geben sollte, der so interessant ist wie der erste von Sven Mörgenthaler – siehe nächsten Blog-Beitrag – lohnt sich die neue Rubrik allemal. Ich freue mich auf einen zwar kleinen, aber feinen und interessanten Info – Austausch!

 

Vorstellung des Z 120 Relax von Roland Aircraft Ende Mai.

Hauke Roland hat seinen 120 kg – Schulterdecker „Relax“ insbesondere in der Konstruktion der Tragflächen nochmals komplett überarbeitet und entsprechend der Bauvorschrift LTF-L ausgelegt. Die neue Fläche ist groß genug, um ein Abfluggewicht von 250 kg und die erforderliche Mindestgeschwindigkeit sicherzustellen.

 

Sämtliche Teile einschließlich Motorträger sind am CAD – System konstruiert, die Bleche werden mit exakt vorgebohrten Löchern produziert. Das ist auch besonders für Selbstbauer interessant, für die Roland Aircraft dann auch professionell vorgefertigten Holme liefert.

Neues auch beim Antrieb: Statt des ursprünglich vorgesehenen Einzylinder 4-Takers von Swissmotor kommt nun für den Prototyp Wankel von Woelfle Engineering zum Einsatz, der nicht mehr wiegt, ruhiger läuft und mit 35 PS auch leistungsmäßig besser zu dem kleinen Taildragger passt (siehe Beitrag in Rückblick AERO 2014).

Der wohl schon recht komplette Flieger wird auf dem Tag der offenen Tür vom 31. Mai bis 01. Juni den Interessenten vorgestellt. Die Zulassung wird auf dem Europa-Weg, aber unter Zugrundelegung von LTF-L erfolgen. Falls es irgendwann doch eine Prüfstelle für 120 kg – Dreiachser in Deutschland geben sollte, kann der Relax dann sofort die Musterprüfung machen, da alle Nachweise vorliegen.

ROLAND AIRCRAFT Am Flugplatz 12 D-56743 Mendig

http://www.roland-aircraft.de/

AERO – Rückblick

Wer sich auf der AERO 2014 nach leichten, einfachen und preiswerten Fliegern oder gar speziell nach 120 kg Geräten umschauen wollte, hatte kein großes Programm vor sich. Mehr als jemals zuvor wurde die AERO durch die immer “rassigeren” und schnelleren LSA im UL-Mäntelchen dominiert. Dass sich “Mann” damit manchmal mehr schmücken als fliegerisch beschäftigen will, scheint für einige Marketing – Strategen eine abgemachte Sache:

Knüppelhart erfahrene, für Nahkampf-Einsätze speziell ausgebildete Pilotinnen mit serienmäßigem Silikon – Aufprallschutz sind die zielgruppengerechte Botschaft, warum “Mann” schon etwas mehr Kohle in den nächsten Flieger investieren sollte, um nicht nur auf kargen Grasplätzen, sondern auch bei derart begabten Damen landen zu können. Frank Herzog (Copyright des rechts gezeigten Bildausschnitts) hat im AEROKURIER-Bericht zur Messe eine herzerfrischende Bildstrecke mit fachkundigem Begleittext veröffentlicht:

http://www.aerokurier.de/luftsport/ultraleicht-lsa/die-pilotinnen-von-tl-ultralight/561140#1

Das Präsentations-Niveau bei manchen Uls erinnert mittlerweile stark an das bei Bootsmessen gewohnte Bild, wenn prollige PS-Gleiter gleich zusammen mit passenden Damen auf der Liegewiese angeboten werden. Wer sich in diesem Umfeld z.B. nach einem kleinen, aber trotzdem seegängigen Küstensegler umschauen will, fühlt sich dabei im falschen Film.

Ähnlich, wenn auch nicht ganz so schlimm erging es den Interessenten kleiner LL – Dreiachser auf der AERO. Die bislang einzigen drei Flieger mit Musterprüfung, der Uli NG, der Uli V2 und der Uli V3 “Rebell” von Weller Flugzeugbau, waren zwar aus Kostengründen nicht vertreten, aber schon das vierte Gerät, das man heute mit Europa-Zulassung wie ein LL in Deutschland betreiben darf, begegnete gleich am Eingang West in der Halle der Elektro-Flieger:

Der “Song” von Gramex

Song RumpfBislang hat der Song nur eine Zulassung mit Bailey 1 Zyl. Viertakter, der wegen der guten Aerodynamik des kleinen Motorseglers völlig ausreicht. Neu zu sehen war nun das erste, technisch noch nicht fertige Messemodell einer Ausführung mit Elektroantrieb. Auch die Elektro-Version  kann auf dem Weg der Europa-Zulassung legal in Deutschland angeboten werden, wenn erst einmal eine Zulassung  im Ausland vorliegt. Dann müssen nur noch zusätzlich die 120 Kg – Kriterien entsprechend §LTF-L3 nachgewiesen werden.

Eddy van der Kraats, bei dem der Song mit Bailey – Antrieb ab Mai für Probeflüge bereitsteht, vertreibt bereits ein Trike mit Elektro-Antrieb und wird diese Erfahrungen in den Elektro-Song einbringen. Er ist autorisierter Händler und betreibt seine Firma Flying Expert am Flugplatz Wildberg bei Lindau.

Der Song wird vom Hersteller nur mit einer Gleitzahl 23 angegeben. Wer ihn schon geflogen hat, hält das für untertrieben. Als echter Motorsegler ist er prädestiniert für den Elektroantrieb, der jederzeit ohne Startprozedur auf Knopfdruck bei Bedarf zur Verfügung steht.

http://www.flying-expert.com/

                                         

Wankelmotor von Woelfle Engineering

Gute Leistung und trotzdem geringes System-Gewicht deutlich unter 30 kg. Ohne diese Voraussetzungen kommt so mancher 120 kg – Flieger nicht legal in die Luft, weshalb oftmals nicht ganz freiwillig auf kräftige, leichte Zweitakter zurückgegriffen wird.

Der Viertakt-Wankel aixro XF 40 leistet 35 PS bei 6500 U /min., was auch für Flieger mit höherem Widerstand mehr als ausreichend ist, bietet dabei das Drehmoment eines Viertakters und ist im Gewicht im Vergleich zu Zweitaktern konkurrenzfähig. Nicht einmal 19 kg zeigte die Waage für den kompletten Motor mit Getriebe, E-Starter und Lichtmaschine auf dem Messestand. Hinzu kommen dann nur noch der Wasserkühler und der Schalldämpfer.

So lässt sich je nach Ausführung des Schalldämpfers ein Systemgewicht um 25 kg realisieren, was mit den ansonsten bislang am Markt befindlichen Viertaktern nicht möglich ist. Zusätzlich bietet der Viertakt-Wankel den emotionalen Vorteil, dass er richtig gut klingt, was für viele Käufer ein durchaus nicht unwichtiger Punkt ist. Mittlerweile haben etliche XF 40 hohe in ULs hohe Stundenzahlen erreicht, ohne dass sich Auffälligkeiten ergaben. Den Motor gibt es auch in der Ausführung XH 40    mit einer Fliehkraft – Rutschkupplung, für viele Anwender eine sinnvolle Option.        www.wankel-engines.com

 

Luftsportgeräte-Büro: LL-Dreiachser – Ausbildung auch für Fußgänger 

Da der noch ausstehende letzte “Schwung” des erneuerten Luftrechts, das auch Änderungen in Fragen der Ausbildung für LL-Dreiachser bringen soll, wohl frühestens im

DSC06748 - Arbeitskopie 2Herbst den Bundesrat passieren wird, haben DAeC und DULV wenigstens eine Interimslösung auf den Weg gebracht. Jürgen Pechmann, Leiter des Bereichs Ausbildung im Luftsportgeräte-Büro des DAeC fasste auf der AERO den Status zusammen: Ablauf wie bei einem UL-Schein, aber ohne Nachweis von  Medical und Führungszeugnis. Schulung auf Doppelsitzer, dann erste Alleinflüge in der Platzrunde und der direkten Umgebung des Platzes auf dem Doppelsitzer.

Schließlich als letzte Phase 30 Starts auf einem LL-Dreiachser. Die Theorie wird ohne Änderung vom “großen” UL-Schein übernommen. Immerhin – wenn ein LL-Gerät verfügbar ist, können bereits jetzt Fußgänger und Umschüler von Motorschirm oder Trike die kleine Lizenz erwerben. Die unbedingt notwendige Reduzierung der Kosten findet dabei aber nicht so richtig statt.

Erst mit den im Herbst hoffentlich verabschiedeten neuen Gesetzen kann die angestrebte  Gleichstellung aller “Leichten Luftsportgeräte” vom Hängegleiter bis zum motorisierten Dreiachser Wirklichkeit werden. Man kann sich dann an der Ausbildung der Hängegleiter-Piloten orientieren, die dem Fluglehrer einen großen Ermessensspielraum gibt. Und wenn

Bessere und billigere Ausbildung mit klassischen Doppelsitzern

die Flugschulen dazu preiswerte ältere Zweisitzer einsetzen, die den Übergang auf einen 120er Einsitzer extrem erleichtern, könnte der heutige Preis für die Lizenz fast halbiert werden. In welchem Umfang die Flugschulen und deren beauftragten Verbände, die sich primär mit den “großen” UL identifizieren, daran jedoch interessiert sind, muss sich noch erweisen.

 

Aeroplanes DAR

Schon mehrmals war der offene, für die 120 kg – Klasse angekündigte bulgarische Flieger auf der AERO zu besichtigen. Mittlerweile läuft beim DULV die Zulassung als normales UL, das Leergewicht wird weiterhin trotz leichtem Hirth F33 mit 130 kg angegeben. Für die im zweiten Schritt angepeilte Europa-Zulassung muss also noch einiges getan werden, auch wird mit der momentanen Flügelfläche von 9,76 qm die geforderte Mindestgeschwindigkeit von 55 km/h nicht ganz erreicht. Da für den DAR Solo Russland der wichtigste Markt ist und für ausreichende Stückzahlen sorgt, kann man die 120 kg – Klasse erst einmal weiter ohne Hektik im Visier behalten. www.aeroplanesdar.com

 

Keine DAkkS-Prüfstelle

Die Verhandlungen auf der AERO zwischen der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS und dem Verbund aus DAeC, DULSV und VMLL, die zusammen eine zertifizierte Prüfstelle nach LTF-L einrichten wollten, sind ergebnislos abgebrochen worden. Die DAkkS sieht sich nicht imstande, sich auf eine Kostennote zu beschränken, mit der ein bei den geringen Stückzahlen der Dreiachs-LL halbwegs wirtschaftlich vertretbarer Prüfungsbetrieb denkbar wäre.

Aus Sicht der DAkkS ist das verständlich. Der zuständige Mitarbeiter leitete bislang das Referat Sportschifffahrt. Nach Verabschiedung des § 11 LuftGerPV,  welcher der DAkkS ein Monopol für LL-Prüfungen einräumt, wurde ihm die Leitung eines hierfür komplett neu eingerichteten Referats übertragen. Die Personalkosten für die in der Verwaltung qualifizierten und entsprechend bezahlten Mitarbeiter sowie die auf die Referate anteilig umgelegten Gemeinkosten wie Miete, Heizung, Versicherungen etc. etc. sollten nun – per Monopol vollautomatisch – über die Leichten Luftsportgeräte hereinkommen.

Zum Glück wurde vom Gesetzgeber der Abs. 4 des § 11 LuftGerPV mit gleichwertiger Anerkennung europäischer Zulassungen angefügt, der zu dem geplanten Monopol eine völlig legale Alternative für alle LL bietet.

 

AeroLite 120

 

DSC06762Eine professionelle Präsentation ihres 120 kg – Fliegers zeigte die Firma VIERWERK auf dem Stand von Göbler-Hirth. Das seit vielen Jahren bewährte und in den USA hundertfach gebaute Gerät soll nun über die Europa-Zulassung, aber technisch auf Basis der kompletten LTF-L, in Deutschland auf den Markt gebracht werden. Der kleine Flieger punktet mit Komfort: Er verfügt über eine bequeme Sitzposition, ein

Professionell Ton in Ton: Thilda und Wolfgang Labudde und ihr AeroLite 120

Steuerhorn statt Knüppel und über elektrisch verstellbare Klappen. Antrieb ist der Göbler-Hirth F33 Einzylinder Zweitakter. Der Preis soll knapp unter 25.000,- Euro liegen.

Thilda und Wolfgang Labudde wollen sich mit ihrer jungen Firma VIERWERK intensiv um die neue 120er- Klasse kümmern und insbesondere junge Menschen ansprechen. Der ausgestellte Flieger geht nach fertiger Zulassung an Ronny Schäfer / Gera, der ihn für die Ausbildung zur Dreiachs- LL-Lizenz einsetzen will. http://vierwerk.de/aerolite120/

 

Sirocco NG

Ein zweites altbekanntes Muster, das einer Zulassung in der 120 kg – Klasse entgegensieht: Der Sirocco NG soll nun in der CFK-Version die 120 kg – Hürde meistern.

Die Belastungstests für ein MTOW von 250 kg wurden laut Hersteller bereits intern als Vorbereitung der offiziellen Tests erfolgreich durchgeführt. Wie die anderen Flieger in der 120 kg – Warteschleife will man auch hier den Europa-Weg gehen, wobei die komplette Dokumentation entsprechend deutscher Bauvorschriften für den Kunden belegt wird.

Durch die leichte CFK-Version ist es möglich, auch bei der 120 kg-Version den V2-Viertakter von Briggs + Stratton einzusetzen. Der Rückgriff auf einen leichteren Zweitakter soll nicht nötig sein. Für den Winterbetrieb steht eine Haube zur Verfügung, ansonsten ist Cabrio-Fliegen die Domäne des Sirocco.       www.sirocco-ul.de      www.acla.eu

 

Archeopteryx Elektro

Der motorlose Archeopteryx ist ein Hängegleiter, die Elektro-Version gehört zur Gruppe der LL- Motor- Dreiachser. Daher ist es nun möglich, mit den bereits bestehenden Last- und Flugerprobungs- Nachweisen mit geringstem Mehraufwand eine Europa-Zulassung durchzuführen. Allerdings ist ein Archeopteryx ein sehr spezielles Gerät für entsprechend qualifizierte Piloten. Und da der Hersteller Ruppert Composite GmbH nur etwa drei Stück pro Jahr produziert, ist es gar nicht leicht, ein Exemplar zu bekommen.

Aber mit Antrieb und legalem Betrieb in Deutschland ist der E-Archeopteryx der wohl vielseitigste LL-Dreiachser, den man überhaupt kaufen kann. Denn die inklusive Akku nur 23 kg schwere Antriebseinheit lässt sich in 5 Minuten montieren oder demontieren. Die Motor-Version bleibt also gleichzeitig ganz ohne Abstriche ein vollwertiger Segler. www.archeopteryx.ch

 

Elektra One

Calin Gologan ist immer wieder für eine Überraschung gut: Die neueste Version seiner Elektra One, welche die Basis für die unbemannte Version UAS darstellt (unmanned aircraft system), ist nochmals gewichtsreduziert und bringt ohne Batterien weniger als 100 kg auf die Waage, obwohl die Flächen vergrößert wurden und als LL nun ein MTOW von 250 kg erlauben würden. Unterstützt durch die großflächigen Solar-Panels, die allein schon fast genügend Strom für den Horizontalflug liefern, könnte sogar mit kleinem Batterie-Pack das 120 kg – Limit eingehalten werden. Theoretisch steht also einer Zulassung für die Nutzung als LL nichts im Weg. Die Praxis sieht aber leider anders aus: Durch die immer anspruchsvollere Technologie, die in Zukunft primär von der neu gegründeten Elektra UAS GmbH  genutzt werden soll, entfernt sich dieser High-Tech-Flieger nun noch weiter von dem, was Otto                Normalverbraucher für einen kleinen Flieger bezahlen kann oder will. www.pc-aero.de

 

Ausblick

Ähnlich wie die Rechnung für eine DAkkS -Zertifizierung ist die Beteiligung an der AERO für kleine, preiswerte LL-Flieger, die noch dazu in geringer Stückzahl gebaut werden, einfach eine Nummer zu groß. Man versteht, dass Roland Hauke seinen Relax 120nur  auf der eigenen Hausmesse vorstellen will, und dass Roman Weller lieber einen Demo-Flieger seines Rebell  auf dem eigenen kleinen Grasplatz Interessenten vorführt.

Eine Alternative wäre ein sehr großer Gemeinschaftsstand als “120er Messe” innerhalb der AERO, auf dem das “wirklich leichte Fliegen” sowohl schwerkraftgesteuerter als auch aerodynamisch gesteuerter Geräte mit und ohne Motor als Ganzes erlebt werden kann.

Ekolot “Elf” nicht auf der AERO

Die vielen Interessenten des Ekolot “Elf” müssen sich nochmals etwas gedulden. Der für die 120 Kg – Klasse gedachte Motorsegler soll auf alle Fälle eine Zulassung als UL durchlaufen und zusätzlich, sofern die geforderten Nachweise erfüllt sind, über eine europäische Zulassung im 120 kg – Markt angeboten werden.

Aus diesem Grund ist Ekolot Deutschland in diesem Jahr nicht auf der AERO vertreten. Der Importeur Ernst Niederer  ist jedoch mit der Produktgruppe Action Pro Cameras in Halle A3 auf Stand 106  präsent und kann allen Interessenten persönlich über den aktuellen Stand der Entwicklung und Zulassung berichten.

http://www.ekolot.com